Kirgisistan

Kirgisistan ist ein Bergland in Zentralasien. Auf einer Fläche knapp halb so groß wie die Bundesrepublik Deutschland wohnen 5,5 Millionen Einwohner. Das Land grenzt im Osten an China, im Südwesten an Tadschikistan, im Nordwesten an Usbekistan und im Norden an Kasachstan. 94% des Landes sind von Gebirge bedeckt. Durchschnittlich liegt das Land auf 2750m ü.N.N. Die höchste Erhebung des Landes ist der Pik Pobeda (auch Dschengisch Tschokusu) mit 7439m.
Das Land hat aber noch viele andere interessante Seiten, denn Kirgisistan ist…

… das Geburtsland von Vitali Klitschko!
In der Tat – Vitali Klitschko erblickte am 19. Juli 1971 in Belowodskoje westlich von Bischkek das Licht der Welt. Sein Bruder Wladimir wurde 5 Jahre später in Semei in Kasachstan geboren.

… eines der sonnigsten Länder der Welt!
Da es kaum größere bzw. wettertechnisch relevante Gewässer in der Umgebung Kirgisistans gibt, ist das Wetter in Kirgisistan sehr kontinental und überaus sonnig. Im Land werden im Schnitt mehr als 2700 und in den sonnenreichsten Gegenden bis zu 3000 Sonnenstunden (z.B. Naryn 2965) gemessen. Das ist das Doppelte des deutschen Durchschnittes (z.B. Ruhrgebiet 1300) und liegt immerhin noch 1000 Stunden über dem deutschen Jahres-Rekord!

… Heimat der größten (natürlichen) Walnusswälder der Welt!
Kirgisistan verfügt über mehr als 630.000 Hektar ursprünglichen Wallnusswald. Diese befinden sich vor allem im Süden des Landes in den Regionen um Osch und Dschalal-Abad.

… Kurort der „Außerirdischen“!
Zur Zeit der Sowjetunion zählte der Issyk Kul neben der der Schwarzmeer- und der Ostseeküste zu den beliebtesten Reisezielen. Zu dieser Zeit entstanden hier mehr als 300 Sanatorien. Besonders beliebt war der See bei den Kosmonauten. Die Raumfahrer – allen voran Juri Gagarin – erholten sich hier regelmäßig von den Strapazen der Weltraumausflüge.

… Heimat des Apfels!
Die heute auch in Deutschland weitverbreiteten Apfelsorten gehen allesamt auf den asiatischen Wildapfel zurück, der ursprünglich in Kirgisistan und im südlichen Kasachstan beheimatet ist. Die Gegend um den Issyk Kul ist heutzutage berühmt für ihre leckeren Äpfel.

… Heimat des Schriftsteller Tschingis Aitmatow!
Aitmatow wurde 1928 in Kirgisistan im Talas-Tal nahe der kasachischen Grenze geboren. Der auch in Deutschland mit seinen Werken „Dshamilja“ und „Schneeleopard“ sehr bekannte Schriftsteller ist der Nationalschriftsteller Kirgisistans. Noch kurz vor seinem Tod im Jahr 2008 in Nürnberg war er als kirgisischer Botschafter in Frankreich und den Benelux-Staaten aktiv.

… auch als „Schweiz Asiens“ bekannt!
Dies ist sicherlich weniger auf den Wohlstand seiner Bevölkerung zurückzuführen, sondern eher auf die bergige Landschaft. Mehr als 80% des Landes sind von Hochgebirge bedeckt. Und noch eine schicksalhafte Überschneidung scheint diesbezüglich erwähnenswert: Ohne die guten Bedingungen für das Gedeihen des asiatischen Wildapfels, hätte Wilhelm Tell seinem Sohn wohl eine Schweizer Banane vom Kopf schießen müssen (und wer weiß, ob es dann noch zum Rütlischwur gekommen wäre…).